Es gibt einen Moment beim Graphic Recording, der mich jedes Mal überrascht!

Es gibt einen Moment beim Graphic Recording, der mich jedes Mal überrascht.
Ein Raum mit 60, 80, manchmal 100 Menschen.
Diskussionen.
Argumente.
PowerPoint-Folien.
Jeder redet. Jeder erklärt. Jeder ergänzt noch einen Gedanken.
Dann beginne ich zu zeichnen.
Erst eine Überschrift.
Dann ein Symbol.
Dann ein paar Pfeile.
Und plötzlich passiert etwas Seltsames.
Der Raum wird ruhig.
Die Leute drehen sich um.
Sie schauen auf das entstehende Bild.
Nicht, weil ich besonders schön zeichne (vielleicht nur ein bisschen 😊 ).
Sondern weil sie sehen, wie ein Gedanke gerade eine Form bekommt.
Etwas, das vorher nur im Raum schwebte, wird sichtbar.
Manchmal höre ich dann Sätze wie:
„Moment, so haben wir das gar nicht gemeint.“
Oder: „Genau! Das gehört eigentlich hierher.“
Das ist der spannende Teil.
Ein Bild hält Gespräche nicht nur fest.
Es verändert sie.
Denn in dem Moment, in dem ein Gedanke sichtbar wird,
muss er plötzlich stimmen.
Vielleicht liegt darin die eigentliche Kraft von Graphic Recording:
Es zwingt uns, klar zu denken.
Was passiert eigentlich in euren Meetings,
wenn jemand beginnt, die Gedanken im Raum sichtbar zu machen?



