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	<title>Storytelling | The Art Of Storytelling</title>
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	<description>Martin Cambeis</description>
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	<title>Storytelling | The Art Of Storytelling</title>
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		<title>Ich zeichne keine Bilder &#8211; ich zeichne Ziele!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Cambeis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2026 06:27:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Vor einiger Zeit bat mich ein Industrieunternehmen, seine Zukunft zu zeichnen. Nicht zu illustrieren. Zu zeichnen. Live. Gemeinsam. Mit den Menschen im Raum. Der entscheidende Unterschied Viele glauben, Graphic Recording bedeutet, Inhalte hübsch zu visualisieren. Für mich beginnt die Arbeit viel früher. Ich setze keine fertigen PowerPoint-Folien um. Ich stelle Fragen. Immer wieder. Fragen, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2220 size-full" src="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/05/Bleriot_Enterprise.jpg" alt="" width="1800" height="1800" srcset="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/05/Bleriot_Enterprise.jpg 1800w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/05/Bleriot_Enterprise-300x300.jpg 300w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/05/Bleriot_Enterprise-1030x1030.jpg 1030w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/05/Bleriot_Enterprise-80x80.jpg 80w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/05/Bleriot_Enterprise-768x768.jpg 768w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/05/Bleriot_Enterprise-1536x1536.jpg 1536w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/05/Bleriot_Enterprise-36x36.jpg 36w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/05/Bleriot_Enterprise-180x180.jpg 180w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/05/Bleriot_Enterprise-1500x1500.jpg 1500w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/05/Bleriot_Enterprise-705x705.jpg 705w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/05/Bleriot_Enterprise-120x120.jpg 120w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/05/Bleriot_Enterprise-450x450.jpg 450w" sizes="(max-width: 1800px) 100vw, 1800px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" data-start="363" data-end="441">Vor einiger Zeit bat mich ein Industrieunternehmen, seine Zukunft zu zeichnen. Nicht zu illustrieren. <strong data-start="467" data-end="483">Zu zeichnen. </strong>Live. Gemeinsam. Mit den Menschen im Raum.</p>
<h2 data-section-id="2urasb" data-start="534" data-end="566">Der entscheidende Unterschied</h2>
<p data-start="568" data-end="643">Viele glauben, Graphic Recording bedeutet, Inhalte hübsch zu visualisieren. Für mich beginnt die Arbeit viel früher. Ich setze keine fertigen PowerPoint-Folien um. Ich stelle Fragen. Immer wieder. Fragen, die Bilder erzeugen statt Floskeln. Denn:</p>
<blockquote data-start="822" data-end="858">
<p data-start="824" data-end="858"><strong>„Wir wollen innovativer werden.“</strong></p>
</blockquote>
<p data-start="860" data-end="877">ergibt kein Bild.</p>
<p data-start="879" data-end="884">Aber:</p>
<blockquote data-start="886" data-end="959">
<p data-start="888" data-end="959"><strong data-start="888" data-end="959">„Was sehen wir in zehn Jahren, das heute noch unmöglich erscheint?“</strong></p>
</blockquote>
<p data-start="961" data-end="1004">Schon entsteht eine gemeinsame Vorstellung.</p>
<h2 data-section-id="l08m18" data-start="1011" data-end="1038">Aus Worten werden Bilder</h2>
<p data-start="1040" data-end="1105">In diesem Workshop entstand unten links das Flugzeug von Blériot. Darüber die Enterprise aus <em data-start="1134" data-end="1145">Star Trek</em>. Beides stand für denselben Gedanken:</p>
<p data-start="1186" data-end="1220"><strong data-start="1186" data-end="1220">Aufbruch in unbekannte Welten.</strong></p>
<p data-start="1222" data-end="1351">In dem Moment, als die Teilnehmer ihre eigene Strategie in dieser Bildwelt wiedererkannten, veränderte sich die Stimmung im Raum. Das vergesse ich bis heute nicht.</p>
<h2 data-section-id="1dwpz45" data-start="1393" data-end="1434">Eine Folie erklärt. Ein Bild erinnert.</h2>
<p data-start="1436" data-end="1490">Eine Präsentation verschwindet meist nach dem Meeting. Ein gemeinsames Bild bleibt. Es hängt an der Wand. Man geht Wochen oder Monate später daran vorbei und entdeckt neue Zusammenhänge. Genau darin liegt seine Stärke.</p>
<h2 data-section-id="1dvzxcm" data-start="1665" data-end="1717">Gerade deshalb wird KI Zielbilder nicht ersetzen.</h2>
<p data-start="1719" data-end="1778">Künstliche Intelligenz kann beeindruckende Bilder erzeugen. Sie kann Texte zusammenfassen. Sie kann Ideen visualisieren. Aber sie steht nicht mit zwanzig Menschen in einem Raum. Sie hört keine Zwischentöne. Sie stellt nicht die Frage, die plötzlich einen völlig neuen Gedanken auslöst. Ein Zielbild entsteht nicht am Schreibtisch. Es entsteht im Gespräch.</p>
<h2 data-section-id="4c555c" data-start="2088" data-end="2110">Deshalb glaube ich:</h2>
<p data-start="2112" data-end="2174"><strong data-start="2112" data-end="2174">Zielbilder werden in Zukunft wichtiger. Nicht unwichtiger.</strong></p>
<p data-start="2176" data-end="2283">Denn je mehr Informationen KI produziert, desto wichtiger wird ein gemeinsames Bild, das Orientierung gibt.</p>
<p data-start="2290" data-end="2381">Wenn Sie für Ihr Unternehmen ein Zielbild entwickeln möchten, sprechen Sie mich gerne an.</p>
<h2 class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" data-section-id="1qh3sd9" data-start="560" data-end="584">Was lerne ich daraus?</h2>
<p data-start="743" data-end="819">Zielbilder entstehen dadurch, dass Menschen gemeinsam die richtigen Fragen stellen. Eine KI kann Bilder generieren, aber sie kann nicht im Raum stehen. Sie hört keine Zwischentöne. Sie spürt keine Unsicherheit. Und sie erkennt nicht den Moment, in dem plötzlich alle nicken, weil eine gemeinsame Vorstellung entstanden ist. Deshalb glaube ich:</p>
<p data-start="1087" data-end="1138"><strong data-start="1087" data-end="1138">Zielbilder werden wichtiger. Nicht unwichtiger.</strong></p>
<p data-start="1140" data-end="1242">Je mehr Informationen KI produziert, desto wichtiger wird ein gemeinsames Bild, das Orientierung gibt.</p>The post <a href="https://artofstorytelling.de/vom-bild-zum-zielbild/">Ich zeichne keine Bilder – ich zeichne Ziele!</a> first appeared on <a href="https://artofstorytelling.de">The Art Of Storytelling</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dieses Plakat stammt von mir. Gezeichnet habe ich es trotzdem nicht!</title>
		<link>https://artofstorytelling.de/kreativitaet-mit-ki/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martin Cambeis]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Mar 2026 16:22:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Storytelling]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Bildgestaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Graphic Design]]></category>
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		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Prompting]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterplakat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als dieses Plakat fertig war, hätte ich mich eigentlich freuen müssen. Es sah genau so aus, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Stimmung stimmte. Die Farben. Die Typografie. Genau der Eindruck, den ich für unseren improvisierten Krimi erzeugen wollte. Nur eines stimmte nicht. Ich hatte es nicht gezeichnet. Normalerweise beginne ich bei einem Plakat [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-2284 size-full" src="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/MiRfinal5-scaled.jpg" alt="" width="1810" height="2560" srcset="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/MiRfinal5-scaled.jpg 1810w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/MiRfinal5-212x300.jpg 212w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/MiRfinal5-728x1030.jpg 728w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/MiRfinal5-768x1086.jpg 768w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/MiRfinal5-1086x1536.jpg 1086w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/MiRfinal5-1448x2048.jpg 1448w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/MiRfinal5-1061x1500.jpg 1061w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/MiRfinal5-499x705.jpg 499w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/MiRfinal5-450x636.jpg 450w" sizes="(max-width: 1810px) 100vw, 1810px" /></p>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" data-start="370" data-end="440">Als dieses Plakat fertig war, hätte ich mich eigentlich freuen müssen.</p>
<p data-start="442" data-end="624">Es sah genau so aus, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Stimmung stimmte. Die Farben. Die Typografie. Genau der Eindruck, den ich für unseren improvisierten Krimi erzeugen wollte.</p>
<p data-start="626" data-end="650">Nur eines stimmte nicht.</p>
<p data-start="652" data-end="686"><strong data-start="652" data-end="686">Ich hatte es nicht gezeichnet.</strong></p>
<p data-start="688" data-end="953">Normalerweise beginne ich bei einem Plakat mit ersten Skizzen. Ich verwerfe Ideen, beginne noch einmal von vorne und ringe mich langsam an eine Lösung heran. Diesmal lief es anders. Ich hatte eine ziemlich klare Vorstellung im Kopf. Also beschrieb ich sie einer KI.</p>
<p data-start="955" data-end="1002">Ein paar Sekunden später war das Plakat fertig.</p>
<p data-start="1004" data-end="1212">Natürlich hätte ich es auch selbst zeichnen können. Nur nicht so schnell aber in demselben Stil und ähnlich perfekt. Aber ich habe mich dagegen entschieden. Und genau das beschäftigt mich bis heute.</p>
<p data-start="1214" data-end="1275">Es fühlte sich gleichzeitig effizient und merkwürdig leer an.</p>
<p data-start="1277" data-end="1446">Nicht, weil das Ergebnis schlecht gewesen wäre. Im Gegenteil. Sondern weil ich plötzlich merkte, dass ich einen Teil meiner bisherigen Arbeit einfach übersprungen hatte.</p>
<p data-start="1448" data-end="1480">Ich hatte nicht mehr gezeichnet.</p>
<p data-start="1482" data-end="1504">Ich hatte entschieden.</p>
<p data-start="1506" data-end="1543">Das führte zu einer unbequemen Frage:</p>
<p data-start="1545" data-end="1615"><strong data-start="1545" data-end="1615">            &#8222;War das Zeichnen überhaupt jemals meine eigentliche Kernkompetenz?&#8220;</strong></p>
<p data-start="1617" data-end="1848">Jahrelang habe ich mich als Künstler verstanden, der mit seinem handwerklichen Können etwas erschafft. Nun saß ich vor einem Bild, das genau meinen Vorstellungen entsprach, obwohl ich keinen einzigen Strich selbst gezeichnet hatte.</p>
<p data-start="1850" data-end="2068">Vielleicht verändert KI deshalb gerade so viele kreative Berufe. Nicht mehr derjenige, der jede Linie selbst ausführt, entscheidet darüber, wie das Bild aussieht. Entscheidend wird derjenige, der weiß, <strong data-start="2031" data-end="2038">was</strong> entstehen soll und <strong data-start="2058" data-end="2067">warum</strong>.</p>
<p data-start="2070" data-end="2218">Schlechte Ideen bleiben schlecht, egal ob sie mit Bleistift oder Prompt umgesetzt werden. Gute Ideen finden heute nur sehr viel schneller eine Form.</p>
<p data-start="2220" data-end="2267">Das ist zugleich faszinierend und beunruhigend.</p>
<p data-start="2269" data-end="2377">Denn wenn Maschinen immer besser darin werden, Bilder zu erzeugen, stellt sich zwangsläufig eine neue Frage:</p>
<p data-start="2379" data-end="2443"><strong data-start="2379" data-end="2443">            &#8222;Worin besteht dann eigentlich noch meine kreative Leistung?&#8220;</strong></p>
<p data-start="2445" data-end="2516">Ich glaube inzwischen, dass ich damals die falsche Frage gestellt habe.</p>
<p data-start="2518" data-end="2557">Nicht:</p>
<p data-start="2518" data-end="2557"><strong>            „Wer hat das Bild gezeichnet?“</strong></p>
<p data-start="2559" data-end="2567">Sondern:</p>
<p data-start="2569" data-end="2648"><strong>            „Wer hat die Idee entwickelt, die dieses Bild überhaupt möglich gemacht hat?“</strong></p>
<p data-start="2650" data-end="2696">Genau dort beginnt für mich heute Kreativität. Nicht beim Ausführen. Sondern beim Beobachten. Beim Fragen. Beim Denken. Beim Entwickeln einer Vorstellung, die es wert ist, sichtbar gemacht zu werden.</p>
<h2 data-start="2858" data-end="2882">Was lerne ich daraus?</h2>
<p data-start="2884" data-end="2957">Dieses Plakat hat mich gezwungen, meinen eigenen Beruf neu zu betrachten. Früher dachte ich, mein größter Wert läge im Zeichnen. Heute glaube ich, dass Zeichnen ein Werkzeug ist. Ein wichtiges Werkzeug, aber eben nur eines von vielen. Entscheidend ist die Fähigkeit, gemeinsam mit anderen Gedanken zu entwickeln, Zusammenhänge sichtbar zu machen und Bilder im Kopf entstehen zu lassen.</p>
<p data-start="3274" data-end="3355">Vielleicht wird genau das in einer Welt voller KI zur eigentlichen Kernkompetenz.</p>
<p data-start="3357" data-end="3382">Nicht besser zu zeichnen.</p>
<p data-start="3384" data-end="3409">Sondern besser zu denken.</p>The post <a href="https://artofstorytelling.de/kreativitaet-mit-ki/">Dieses Plakat stammt von mir. Gezeichnet habe ich es trotzdem nicht!</a> first appeared on <a href="https://artofstorytelling.de">The Art Of Storytelling</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Es gibt einen Moment beim Graphic Recording, der mich jedes Mal überrascht!</title>
		<link>https://artofstorytelling.de/graphic-recording-gedanken-sichtbar-machen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martin Cambeis]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 17:01:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Graphic Recording]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
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		<category><![CDATA[Visuelles Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Workshops]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenarbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stell dir einen Seminarraum mit sechzig, manchmal hundert Menschen vor! Jemand präsentiert Folien. Es wird diskutiert, argumentiert und ergänzt. Jeder bringt noch einen Gedanken ein. Von außen betrachtet wirkt alles wie ein ganz normales Meeting. Dann stelle ich mein Papier auf. Ich schreibe eine Überschrift. Zeichne das erste Symbol. Verbinde zwei Gedanken mit einem Pfeil. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-2199 size-full" src="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/FlipchartTraining2025.jpg" alt="" width="1548" height="1548" srcset="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/FlipchartTraining2025.jpg 1548w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/FlipchartTraining2025-300x300.jpg 300w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/FlipchartTraining2025-1030x1030.jpg 1030w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/FlipchartTraining2025-80x80.jpg 80w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/FlipchartTraining2025-768x768.jpg 768w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/FlipchartTraining2025-1536x1536.jpg 1536w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/FlipchartTraining2025-36x36.jpg 36w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/FlipchartTraining2025-180x180.jpg 180w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/FlipchartTraining2025-1500x1500.jpg 1500w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/FlipchartTraining2025-705x705.jpg 705w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/FlipchartTraining2025-120x120.jpg 120w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/FlipchartTraining2025-450x450.jpg 450w" sizes="(max-width: 1548px) 100vw, 1548px" /></p>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" data-start="574" data-end="622">Stell dir einen Seminarraum mit sechzig, manchmal hundert Menschen vor!</p>
<p data-start="624" data-end="798">Jemand präsentiert Folien. Es wird diskutiert, argumentiert und ergänzt. Jeder bringt noch einen Gedanken ein. Von außen betrachtet wirkt alles wie ein ganz normales Meeting.</p>
<p data-start="800" data-end="832">Dann stelle ich mein Papier auf. Ich schreibe eine Überschrift. Zeichne das erste Symbol. Verbinde zwei Gedanken mit einem Pfeil. Und plötzlich verändert sich der Raum.</p>
<p data-start="972" data-end="1128">Die Gespräche werden leiser. Menschen stehen auf. Sie drehen sich um und schauen nicht mehr auf den Vortragenden, sondern auf das Bild, das gerade entsteht.</p>
<p data-start="1130" data-end="1170">Nicht, weil ich besonders schön zeichne. Sondern weil sie zum ersten Mal sehen können, wie ihre Gedanken sichtbar werden. Ein Gedanke, der eben noch nur in den Köpfen existierte, bekommt plötzlich eine Form. Und genau in diesem Moment passiert etwas Erstaunliches.</p>
<p data-start="1397" data-end="1452">Menschen beginnen, ihre eigenen Gedanken zu überprüfen.</p>
<p data-start="1456" data-end="1515"><strong>            „Moment &#8230; so haben wir das eigentlich gar nicht gemeint.“</strong></p>
<p data-start="1517" data-end="1522">Oder:</p>
<p data-start="1526" data-end="1590"><strong>           „Jetzt sehe ich erst, dass diese beiden Punkte zusammengehören.“</strong></p>
<p data-start="1526" data-end="1590">Oder ganz besonders:</p>
<p data-start="1526" data-end="1590">            <strong>&#8222;Ich hätte nie gedacht, dass man sogar ein virtuelles Produkt wie unseres als Bild darstellen kann!&#8220;</strong></p>
<p data-start="1592" data-end="1647">Das Bild hält das Gespräch also nicht einfach nur fest. Es verändert das Gespräch. Denn sobald ein Gedanke sichtbar wird, muss er sich bewähren. Plötzlich erkennt jeder Widersprüche, Lücken oder neue Zusammenhänge. Das ist für mich bis heute der faszinierendste Moment beim Graphic Recording. Nicht das Zeichnen. Sondern der Augenblick, in dem Denken sichtbar wird.</p>
<p data-start="1964" data-end="2055">Deshalb glaube ich inzwischen, dass Graphic Recording viel mehr ist als eine Dokumentation. Es ist ein Werkzeug, das Menschen hilft, gemeinsam klarer zu denken. Und vielleicht liegt genau darin seine eigentliche Kraft.</p>
<h1 data-start="2191" data-end="2214">Was lerne ich daraus?</h1>
<p data-start="2216" data-end="2261">Früher dachte ich, ich würde Bilder zeichnen. Heute glaube ich, dass ich etwas anderes tue. Ich helfe Menschen dabei, ihre Gedanken so sichtbar zu machen, dass sie gemeinsam weiterdenken können.</p>
<p data-start="2414" data-end="2448">Das Bild ist dabei nicht das Ziel.</p>
<p data-start="2450" data-end="2470">Es ist das Werkzeug.</p>The post <a href="https://artofstorytelling.de/graphic-recording-gedanken-sichtbar-machen/">Es gibt einen Moment beim Graphic Recording, der mich jedes Mal überrascht!</a> first appeared on <a href="https://artofstorytelling.de">The Art Of Storytelling</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Beste an meinem neuen Job als Kunsterzieher: Es geht gar nicht um mich!</title>
		<link>https://artofstorytelling.de/kunstunterricht-veraendert-kreativitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martin Cambeis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2026 11:06:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Storytelling]]></category>
		<category><![CDATA[graphic recording]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsterziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit ich Kunst unterrichte, beschäftigt mich eine überraschende Erkenntnis. Zum ersten Mal seit vielen Jahren geht es bei meiner Arbeit nicht mehr um mich. Und das empfinde ich als unglaublich befreiend. Als Kunststudent war das anders. Damals drehte sich fast alles um die eigene Position. Um den eigenen Stil. Die eigene Handschrift. Um die Frage, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="break-words tvm-parent-container"><span dir="ltr"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2192 size-full" src="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/01_Baldestand.jpg" alt="" width="1232" height="1839" srcset="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/01_Baldestand.jpg 1232w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/01_Baldestand-201x300.jpg 201w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/01_Baldestand-690x1030.jpg 690w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/01_Baldestand-768x1146.jpg 768w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/01_Baldestand-1029x1536.jpg 1029w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/01_Baldestand-1005x1500.jpg 1005w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/01_Baldestand-472x705.jpg 472w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/01_Baldestand-450x672.jpg 450w" sizes="(max-width: 1232px) 100vw, 1232px" /></span></span></p>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" data-start="422" data-end="497">Seit ich Kunst unterrichte, beschäftigt mich eine überraschende Erkenntnis. Zum ersten Mal seit vielen Jahren geht es bei meiner Arbeit nicht mehr um mich. Und das empfinde ich als unglaublich befreiend.</p>
<p data-start="629" data-end="804">Als Kunststudent war das anders. Damals drehte sich fast alles um die eigene Position. Um den eigenen Stil. Die eigene Handschrift. Um die Frage, wie man unverwechselbar wird.</p>
<p data-start="806" data-end="929">Ich fuhr nachts Taxi und malte tagsüber Taxibilder. Daraus entstand mein Markenzeichen. Trotzdem hörten die Fragen nie auf.</p>
<p data-start="931" data-end="984"><strong>            &#8222;Was unterscheidet meine Arbeiten von denen anderer?&#8220;</strong></p>
<p data-start="986" data-end="1025"><strong>            &#8222;Wie entwickle ich meinen Stil weiter?&#8220;</strong></p>
<p data-start="1027" data-end="1077"><strong>            &#8222;Wie finde ich Galeristen, ohne mich anzubiedern?&#8220;</strong></p>
<p data-start="1079" data-end="1102"><strong>            &#8222;Reicht das überhaupt?&#8220;</strong></p>
<p data-start="1079" data-end="1102"><strong>            &#8222;Bin ich gut genug?&#8220;</strong></p>
<p data-start="1104" data-end="1174">Im Kunstunterricht verschiebt sich dieser Blick plötzlich vollständig. Nicht mehr:</p>
<p data-start="1189" data-end="1206"><strong data-start="1189" data-end="1206">            &#8222;Was kann ich?&#8220;</strong></p>
<p data-start="1208" data-end="1216">Sondern:</p>
<p data-start="1218" data-end="1303"><strong data-start="1218" data-end="1303">            &#8222;Wie kann ich einem jungen Menschen helfen, seine eigene Kreativität zu entdecken?&#8220;</strong></p>
<p data-start="1305" data-end="1390">Plötzlich geht es um ihre Neugier. Ihre Fragen. Ihre Unsicherheit. Ihre ersten Ideen. Nicht darum, ob ich originell genug bin. Sondern darum, ob ich einen Raum schaffen kann, in dem andere den Mut finden, etwas Eigenes auszuprobieren. Dieser Perspektivwechsel hat mich mehr entlastet, als ich erwartet hätte.</p>
<p data-start="1618" data-end="1733">Vielleicht, weil ich dabei gemerkt habe, dass mich genau das noch mehr interessiert als das eigene Werk. Als Graphic Recorder, Illustrator oder Moderator stelle ich meine Kreativität ebenfalls in den Dienst anderer. Ich helfe Menschen, Gedanken zu ordnen, Zusammenhänge sichtbar zu machen und Ideen weiterzuentwickeln.</p>
<p data-start="1950" data-end="2000">Nur eines fühlt sich völlig anders an.</p>
<p data-start="2002" data-end="2112">Im Markt muss ich diese Arbeit jeden Tag neu erklären. Mich positionieren. Sichtbar werden. Kunden überzeugen. Im Unterricht fällt das alles weg.</p>
<p data-start="2150" data-end="2175">Dort zählt nur die Frage:</p>
<p data-start="2177" data-end="2263"><strong data-start="2177" data-end="2263">            &#8222;Was brauchen die Schülerinnen und Schüler, damit sie heute etwas entdecken können?&#8220;</strong></p>
<p data-start="2265" data-end="2347">Vielleicht empfinde ich genau deshalb den Unterricht oft als erstaunlich erholsam. Nicht, weil er einfacher wäre. Sondern weil mein eigenes Ego für ein paar Stunden keine Hauptrolle mehr spielt. Je länger ich unterrichte, desto mehr frage ich mich, ob wir Kreativität manchmal falsch verstehen.</p>
<p data-start="2564" data-end="2640">Vielleicht besteht sie gar nicht zuerst darin, etwas Besonderes zu schaffen.</p>
<p data-start="2642" data-end="2729">Vielleicht beginnt sie dort, wo wir anderen helfen, ihre eigenen Ideen ernst zu nehmen.</p>
<p data-start="2731" data-end="2772">Mich lässt dieser Gedanke nicht mehr los. Wie viel Energie würden wir gewinnen, wenn wir weniger Zeit darauf verwenden müssten, uns ständig selbst zu behaupten? Und mehr Zeit hätten, gemeinsam etwas entstehen zu lassen?</p>
<h1 data-start="2959" data-end="2982">Was lerne ich daraus?</h1>
<p data-start="2984" data-end="3063">Früher dachte ich, gute Kunst müsse vor allem etwas über den Künstler erzählen. Heute glaube ich, dass Kreativität ihre größte Kraft oft dort entfaltet, wo sie anderen hilft, ihre eigenen Gedanken zu entwickeln. Vielleicht ist genau das die wichtigste Aufgabe eines Kunsterziehers. Nicht Menschen zu zeigen, <strong data-start="3295" data-end="3302">wie</strong> sie zeichnen sollen.</p>
<p data-start="2984" data-end="3063">Sondern ihnen das Vertrauen zu geben, <strong data-start="3363" data-end="3424">dass ihre eigenen Ideen es wert sind, sichtbar zu werden.</strong></p>The post <a href="https://artofstorytelling.de/kunstunterricht-veraendert-kreativitaet/">Das Beste an meinem neuen Job als Kunsterzieher: Es geht gar nicht um mich!</a> first appeared on <a href="https://artofstorytelling.de">The Art Of Storytelling</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Muss ich da noch was dazumalen, damit ich eine gute Note bekomme?“</title>
		<link>https://artofstorytelling.de/kreativitaet-und-fehlerangst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martin Cambeis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jan 2026 09:31:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Storytelling]]></category>
		<category><![CDATA[Bewertung]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenständigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlerkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Kreatives Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstpädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Mut]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; Diese Frage stellte mir neulich ein Schüler im Kunstunterricht. Er meinte sie völlig ernst. Nicht aus Faulheit. Nicht aus Ironie. Sondern weil er wissen wollte, wie er möglichst sicher ans Ziel kommt. Während ich darüber nachdachte, wurde mir klar: Eigentlich fragte er gar nicht nach Kunst. Er will wissen:         [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="break-words tvm-parent-container"><span dir="ltr"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2187 size-full" src="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/1768478597814.jpg" alt="" width="2048" height="1536" srcset="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/1768478597814.jpg 2048w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/1768478597814-300x225.jpg 300w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/1768478597814-1030x773.jpg 1030w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/1768478597814-768x576.jpg 768w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/1768478597814-1536x1152.jpg 1536w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/1768478597814-1500x1125.jpg 1500w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/1768478597814-705x529.jpg 705w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/1768478597814-450x338.jpg 450w" sizes="(max-width: 2048px) 100vw, 2048px" /></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" data-start="266" data-end="329">Diese Frage stellte mir neulich ein Schüler im Kunstunterricht. Er meinte sie völlig ernst.</p>
<p data-start="360" data-end="397">Nicht aus Faulheit. Nicht aus Ironie.</p>
<p data-start="399" data-end="469">Sondern weil er wissen wollte, wie er möglichst sicher ans Ziel kommt. Während ich darüber nachdachte, wurde mir klar: Eigentlich fragte er gar nicht nach Kunst.</p>
<p data-start="564" data-end="574">Er will wissen:</p>
<p data-start="576" data-end="638"><strong data-start="576" data-end="638">            „Woran erkenne ich, dass es für eine Eins reicht?“</strong></p>
<p data-start="640" data-end="711">Je länger ich darüber nachdachte, desto öfter hörte ich dieselbe Frage. Nicht im Klassenzimmer. Sondern überall. Im Unternehmen.</p>
<p data-start="773" data-end="800"><strong>            „Was will der Kunde hören?“</strong></p>
<p data-start="802" data-end="838"><strong>            „Was erwartet die Geschäftsführung?“</strong></p>
<p data-start="840" data-end="868">           <strong> &#8222;Was muss ich liefern, damit nieman etwas daran auszusetzen hat?&#8220;</strong></p>
<p data-start="870" data-end="899">Der Mechanismus ist derselbe. Plötzlich geht es nicht mehr darum, etwas Eigenes zu entwickeln. Sondern darum, möglichst wenig falsch zu machen. Der Schüler richtet seine Idee auf die Bewertung aus. Der Mitarbeiter auf das erwartete Ergebnis. Und irgendwann geschieht etwas Merkwürdiges:</p>
<p data-start="1164" data-end="1194">Alle wünschen sich Innovation. Aber niemand möchte das Risiko tragen, das Innovation mit sich bringt. Dabei entsteht Kreativität selten dort, wo Menschen nur Erwartungen erfüllen.</p>
<p data-start="1347" data-end="1366">Sie braucht Umwege. Irrtümer. Überraschungen. Sie ist chaotisch. Unkontrollierbar. Geheimnisvoll.</p>
<p data-start="1451" data-end="1559">Vielleicht ist der Kunstunterricht deshalb einer der letzten Orte, an denen wir genau das noch üben könnten. Nicht das perfekte Ergebnis. Sondern den Mut, etwas auszuprobieren, dessen Ausgang noch niemand kennt.</p>
<p data-start="1666" data-end="1746">Natürlich brauchen Schulen und Unternehmen Regeln, Qualität und Verlässlichkeit. Das Problem beginnt erst dann, wenn diese Werkzeuge wichtiger werden als Neugier. Wenn aus Orientierung Anpassung wird. Wenn Sicherheit wichtiger ist als Entdeckung. Je länger ich unterrichte, desto häufiger frage ich mich:</p>
<p data-start="1976" data-end="2019">Wollen wir wirklich eigenständige Menschen?</p>
<p data-start="2021" data-end="2102">Oder wünschen wir uns vor allem Menschen, die Erwartungen möglichst gut erfüllen? Vielleicht entscheidet sich genau dort, ob Kreativität entsteht. Oder nur gute Anpassung.</p>
<h2 data-start="2196" data-end="2220">Was lerne ich daraus?</h2>
<p data-start="2222" data-end="2315">Ich glaube inzwischen, dass Kreativität nicht dort beginnt, wo Menschen alles richtig machen. Sondern dort, wo sie den Mut haben, etwas auszuprobieren, das auch scheitern könnte.</p>
<p data-start="2403" data-end="2468">Vielleicht sollten wir deshalb im Kunstunterricht weniger fragen:</p>
<p data-start="2470" data-end="2494"><strong data-start="2470" data-end="2494">            „Ist das gut genug?“</strong></p>
<p data-start="2496" data-end="2506">Und öfter:</p>
<p data-start="2508" data-end="2580"><strong data-start="2508" data-end="2580">            „Was hast du ausprobiert, das du dich vorher nicht getraut hättest?“</strong></p>
<p data-start="2582" data-end="2622">Denn genau dort beginnt für mich Lernen. Und vielleicht beginnt dort auch Innovation.</p>The post <a href="https://artofstorytelling.de/kreativitaet-und-fehlerangst/">„Muss ich da noch was dazumalen, damit ich eine gute Note bekomme?“</a> first appeared on <a href="https://artofstorytelling.de">The Art Of Storytelling</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>An zwei Tagen pro Woche Kunstlehrer an einem Gymnasium</title>
		<link>https://artofstorytelling.de/warum-erwachsene-glauben-sie-koennen-nicht-zeichnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martin Cambeis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 09:57:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Storytelling]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlerkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsterziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstpädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Neugier]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Februar 2025 unterrichte ich an zwei Tagen pro Woche Kunst an einem Gymnasium. Das ist meine erste Festanstellung und ich bin 60. Seit Jahren höre ich auf Workshops und Konferenzen denselben Satz:             „Ich kann so etwas nicht. Ich war schon in der Schule schlecht im Zeichnen.“ Seit ich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2179 size-full" src="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/1765535830383.jpg" alt="" width="1280" height="1923" srcset="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/1765535830383.jpg 1280w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/1765535830383-200x300.jpg 200w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/1765535830383-686x1030.jpg 686w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/1765535830383-768x1154.jpg 768w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/1765535830383-1022x1536.jpg 1022w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/1765535830383-998x1500.jpg 998w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/1765535830383-469x705.jpg 469w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/1765535830383-450x676.jpg 450w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" data-start="315" data-end="398"><em>Seit Februar 2025 unterrichte ich an zwei Tagen pro Woche Kunst an einem Gymnasium. Das ist meine erste Festanstellung und ich bin 60.</em></p>
<p data-start="400" data-end="466">Seit Jahren höre ich auf Workshops und Konferenzen denselben Satz:</p>
<p data-start="468" data-end="548"><strong data-start="468" data-end="548">            „Ich kann so etwas nicht. Ich war schon in der Schule schlecht im Zeichnen.“</strong></p>
<p data-start="550" data-end="599">Seit ich unterrichte, frage ich mich immer öfter:</p>
<p data-start="601" data-end="640"><strong data-start="601" data-end="640">            Woher kommt dieser Satz eigentlich?</strong></p>
<p data-start="642" data-end="757">Denn keines der Kinder in der 5. Klasse kommt mit der Überzeugung in den Kunstunterricht, nicht zeichnen zu können. Sie zeichnen einfach. Sie mischen Farben. Sie bauen. Sie experimentieren. Wenn aus Gelb und Blau erst einmal eine braune Soße wird, lachen sie kurz und probieren weiter.</p>
<p data-start="934" data-end="962">Für sie ist das kein Fehler. Sondern ein Lernschritt. Im Laufe der Monate habe ich etwas gelernt:</p>
<p data-start="1035" data-end="1102"><strong data-start="1035" data-end="1102">            „Falsch“ ist im Kunstunterricht ein erstaunlich nutzloses Wort.</strong></p>
<p data-start="1104" data-end="1211">Natürlich kann ich zeigen, wie Perspektive funktioniert. Wie man Farben mischt oder eine Figur konstruiert. Aber Kunst entsteht nicht dadurch, dass jemand alles richtig macht. Sondern dadurch, dass jemand den Mut hat, etwas auszuprobieren.</p>
<p data-start="1347" data-end="1392">Mit den Jahren scheint diese Neugier zu verschwinden. Bei den älteren Schülerinnen und Schülern verändert sich etwas. Viele fragen nicht mehr:</p>
<p data-start="1485" data-end="1527"><strong data-start="1485" data-end="1527">            „Was passiert, wenn ich das so mache?“</strong></p>
<p data-start="1529" data-end="1537">Sondern:</p>
<p data-start="1539" data-end="1571"><strong data-start="1539" data-end="1571">            „Wie macht man das richtig?“</strong></p>
<p data-start="1573" data-end="1578">Oder:</p>
<p data-start="1580" data-end="1616"><strong data-start="1580" data-end="1616">            „Reicht das für eine gute Note?“</strong></p>
<p data-start="1618" data-end="1658">Plötzlich geht es nicht mehr um Neugier. Sondern um Sicherheit. Nicht mehr um Entdecken. Sondern darum, möglichst wenig falsch zu machen. Dabei wünsche ich mir etwas ganz anderes.</p>
<p data-start="1803" data-end="1874">Dass diese Kinder später in Meetings sitzen und sich nicht kleinmachen. Dass sie ihre Ideen aussprechen. Dass sie ausprobieren. Dass sie den Mut haben, auch einmal daneben zu liegen. Denn genau daraus entstehen oft die besten Gedanken. Die schönste Rückmeldung bekomme ich deshalb nicht, wenn ein Bild besonders gelungen ist. Sondern wenn ein Schüler plötzlich sagt:</p>
<p data-start="2177" data-end="2217"><strong data-start="2177" data-end="2217">            „Ach so. Das sieht ja gar nicht so schlecht aus!“</strong></p>
<h1 data-start="2224" data-end="2247">Was lerne ich daraus?</h1>
<p data-start="2249" data-end="2324">Ich glaube inzwischen nicht mehr, dass Menschen ihre Kreativität verlieren. Ich glaube, sie verlieren oft nur den Mut, sie zu benutzen. Vielleicht beginnt guter Kunstunterricht deshalb gar nicht beim Zeichnen. Sondern bei einem Gefühl:</p>
<p data-start="2489" data-end="2567"><strong data-start="2489" data-end="2567">            „Hier darf ich ausprobieren, ohne Angst davor zu haben, falsch zu liegen.“</strong></p>
<p data-start="2569" data-end="2636">Vielleicht brauchen wir genau solche Räume nicht nur in der Schule. Sondern überall dort, wo neue Ideen entstehen sollen.</p>
<p>&nbsp;</p>The post <a href="https://artofstorytelling.de/warum-erwachsene-glauben-sie-koennen-nicht-zeichnen/">An zwei Tagen pro Woche Kunstlehrer an einem Gymnasium</a> first appeared on <a href="https://artofstorytelling.de">The Art Of Storytelling</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mein erstes Mobiltelefon &#8211; von 1969!</title>
		<link>https://artofstorytelling.de/smartphone-im-unterricht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martin Cambeis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jan 2026 16:40:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Storytelling]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bildkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstpädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://artofstorytelling.de/?p=2170</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; Reichweite: Wohnzimmer bis Küche. Apps: Fantasie. Geduld. Gespräche mit niemandem. Datenschutz: absolut. Akku: unendlich. Es war aus Plastik, hatte Räder und wenn ich es hinter mir herzog, klingelte nichts.             Trotzdem habe ich stundenlang telefoniert. Mit mir selbst. Mit Neil Armstrong auf dem Mond. Mit Dinosauriern. Mit der Zukunft. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2168 size-full" src="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/Mobiltelefon-1.jpg" alt="" width="1800" height="1800" srcset="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/Mobiltelefon-1.jpg 1800w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/Mobiltelefon-1-300x300.jpg 300w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/Mobiltelefon-1-1030x1030.jpg 1030w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/Mobiltelefon-1-80x80.jpg 80w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/Mobiltelefon-1-768x768.jpg 768w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/Mobiltelefon-1-1536x1536.jpg 1536w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/Mobiltelefon-1-36x36.jpg 36w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/Mobiltelefon-1-180x180.jpg 180w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/Mobiltelefon-1-1500x1500.jpg 1500w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/Mobiltelefon-1-705x705.jpg 705w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/Mobiltelefon-1-120x120.jpg 120w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/Mobiltelefon-1-450x450.jpg 450w" sizes="(max-width: 1800px) 100vw, 1800px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" data-start="271" data-end="304">Reichweite: Wohnzimmer bis Küche. Apps: Fantasie. Geduld. Gespräche mit niemandem. Datenschutz: absolut. Akku: unendlich. Es war aus Plastik, hatte Räder und wenn ich es hinter mir herzog, klingelte nichts.</p>
<p data-start="484" data-end="526"><strong>            Trotzdem habe ich stundenlang telefoniert.</strong></p>
<p data-start="528" data-end="543">Mit mir selbst. Mit Neil Armstrong auf dem Mond. Mit Dinosauriern. Mit der Zukunft.</p>
<p data-start="616" data-end="680">Heute tragen schon Fünftklässler Smartphones in der Hosentasche. Mit Kameras, die besser sind als die ersten Digitalkameras. Mit KI-Filtern und mit Zugang zum gesamten Wissen der Menschheit. Und im Unterricht legen wir sie auf den Tisch. Display nach unten. Stumm.</p>
<p data-start="885" data-end="907">Ich finde das richtig. Ein Smartphone kann Aufmerksamkeit schneller verschwinden lassen als fast jedes andere Gerät. Aber je länger ich Kunst unterrichte, desto öfter frage ich mich:</p>
<p data-start="1071" data-end="1145">            <strong>&#8222;Reden wir eigentlich genug darüber, wofür dieses Werkzeug gedacht ist?&#8220;</strong></p>
<p data-start="1071" data-end="1145">Ein Smartphone kann fotografieren, filmen, zeichnen, Musik komponieren., Geschichten erzählen. Es kann Details entdecken, die man sonst übersieht. Original und Bearbeitung vergleichen. Perspektiven sichtbar machen. Über Bilder streiten. Kurz:</p>
<p data-start="1399" data-end="1432">            <strong>Es kann Kreativität unterstützen.  </strong></p>
<p data-start="1434" data-end="1449">Nicht ersetzen. Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Aufgabe des Kunstunterrichts. Nicht zu entscheiden, ob Handys erlaubt oder verboten sind. Sondern gemeinsam herauszufinden, wann sie uns beim Denken helfen und wann sie uns vom Denken abhalten. Mein Spielzeugtelefon hatte keine Kamera, kein Internet, keine Likes, keine Benachrichtigungen. Aber es hatte etwas, das ich heute manchmal vermisse:</p>
<p data-start="1850" data-end="1855">Zeit. Zeit zum Spielen. Zeit zum Nachdenken. Zeit, aus einer leeren Plastikschachtel ein Raumschiff werden zu lassen. Vielleicht brauchen Kinder deshalb gar nicht zuerst strengere Handyregeln. Vielleicht brauchen sie Erwachsene, die ihnen zeigen, dass jedes Werkzeug seinen richtigen Moment hat.</p>
<p data-start="2154" data-end="2168">            <strong>Ein Bleistift. Ein Pinsel.</strong><strong> Oder eben ein Smartphone.</strong></p>
<h1 data-start="2215" data-end="2238">Was lerne ich daraus?</h1>
<p data-start="2240" data-end="2297">Ich glaube nicht, dass Smartphones Kreativität zerstören. Aber ich glaube, sie machen eine gute Frage wichtiger denn je:</p>
<p data-start="2363" data-end="2392"><strong data-start="2363" data-end="2392">            &#8222;Benutze ich das Werkzeug?&#8220;</strong></p>
<p data-start="2394" data-end="2425">Oder benutzt das Werkzeug mich? Denn Kreativität beginnt für mich nicht mit der Technik. Sondern mit der Aufmerksamkeit.</p>The post <a href="https://artofstorytelling.de/smartphone-im-unterricht/">Mein erstes Mobiltelefon – von 1969!</a> first appeared on <a href="https://artofstorytelling.de">The Art Of Storytelling</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum ich bis heute lieber zum Flipchart greife als zu PowerPoint</title>
		<link>https://artofstorytelling.de/flipchart-statt-powerpoint/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martin Cambeis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jul 2025 16:58:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Graphic Recording]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Storytelling]]></category>
		<category><![CDATA[Workshop]]></category>
		<category><![CDATA[facilitation]]></category>
		<category><![CDATA[flipchart]]></category>
		<category><![CDATA[graphic recording]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[moderation]]></category>
		<category><![CDATA[PowerPoint]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentation]]></category>
		<category><![CDATA[Visual Thinking]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>
		<category><![CDATA[workshop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit fragte mich ein Teilnehmer nach einem Workshop:             „Warum zeichnest du alles live? Du könntest die Folien doch vorher fertig vorbereiten.“ Die Frage ist berechtigt. Und die Antwort lautet:             &#8222;Das meiste bereite ich tatsächlich vor.&#8220; Ich entwickle den Ablauf. Ich zeichne [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2154 size-full" src="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/07/FLIPCHARTheldMARTIN-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="2560" srcset="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/07/FLIPCHARTheldMARTIN-scaled.jpg 2560w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/07/FLIPCHARTheldMARTIN-300x300.jpg 300w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/07/FLIPCHARTheldMARTIN-1030x1030.jpg 1030w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/07/FLIPCHARTheldMARTIN-80x80.jpg 80w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/07/FLIPCHARTheldMARTIN-768x768.jpg 768w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/07/FLIPCHARTheldMARTIN-1536x1536.jpg 1536w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/07/FLIPCHARTheldMARTIN-2048x2048.jpg 2048w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/07/FLIPCHARTheldMARTIN-36x36.jpg 36w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/07/FLIPCHARTheldMARTIN-180x180.jpg 180w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/07/FLIPCHARTheldMARTIN-1500x1500.jpg 1500w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/07/FLIPCHARTheldMARTIN-705x705.jpg 705w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/07/FLIPCHARTheldMARTIN-120x120.jpg 120w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/07/FLIPCHARTheldMARTIN-450x450.jpg 450w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" data-start="331" data-end="395"><em>Vor einiger Zeit fragte mich ein Teilnehmer nach einem Workshop:</em></p>
<p data-start="397" data-end="497"><strong data-start="397" data-end="497">            „Warum zeichnest du alles live? Du könntest die Folien doch vorher fertig vorbereiten.“</strong></p>
<p data-start="499" data-end="524">Die Frage ist berechtigt. Und die Antwort lautet:</p>
<p data-start="551" data-end="594"><strong data-start="551" data-end="594">            &#8222;Das meiste bereite ich tatsächlich vor.&#8220;</strong></p>
<p data-start="596" data-end="777">Ich entwickle den Ablauf. Ich zeichne Überschriften. Ich entwerfe Templates. Ich überlege mir, wie zehn Gruppen gleichzeitig arbeiten können, ohne sich gegenseitig im Weg zu stehen.</p>
<p data-start="779" data-end="838">Ein guter Workshop entsteht nicht aus Improvisation allein. Aber genau dort hört für mich die Vorbereitung auf. Denn irgendwann stellt jemand eine Frage, mit der ich nicht gerechnet habe. Jemand formuliert einen Gedanken, der plötzlich den ganzen Workshop verändert.</p>
<p data-start="1050" data-end="1164">Oder zwei Teilnehmer widersprechen sich und gemeinsam entsteht eine Idee, die vorher niemand auf dem Schirm hatte. Dann nehme ich den Stift wieder in die Hand. Nicht, weil ich zeichnen möchte. Sondern weil dieser Gedanke jetzt sichtbar werden soll. Und genau darin liegt für mich der eigentliche Unterschied zu PowerPoint.</p>
<p data-start="1378" data-end="1470">Natürlich könnte ich eine neue Folie öffnen. Ein Textfeld einfügen. Eine Grafik verschieben. Aber während ich durch Menüs klicke, passiert etwas Entscheidendes:</p>
<p data-start="1541" data-end="1576">Die Aufmerksamkeit verschiebt sich. Nicht mehr zu den Menschen. Sondern zum Computer.</p>
<p data-start="1630" data-end="1660">Beim Flipchart ist das anders. Jeder sieht denselben Strich entstehen. Jeder verfolgt denselben Gedanken. Und während ich zeichne, denke ich selbst weiter.</p>
<p data-start="1790" data-end="1850">Oft verändert sich die Idee noch, während das Bild entsteht. Ein Pfeil kommt dazu. Ein Symbol verschwindet. Ein Teilnehmer ergänzt etwas. Das Bild wächst mit dem Gespräch. Ein Flipchart zeigt deshalb nicht nur Ergebnisse.</p>
<p data-start="2018" data-end="2052"><strong data-start="2018" data-end="2052">            Ein Flipchart zeigt, wie Denken entsteht.</strong></p>
<p data-start="2054" data-end="2122">Genau deshalb liebe ich diese Art zu arbeiten seit so vielen Jahren. Nicht weil Flipcharts schöner wären als PowerPoint. Sondern weil sie mich zwingen, bei den Menschen zu bleiben.</p>
<h2 data-start="2238" data-end="2262">Was lerne ich daraus?</h2>
<p data-start="2264" data-end="2349">Viele glauben, man müsse besonders gut zeichnen können, um ein Flipchart zu benutzen. Das glaube ich überhaupt nicht.</p>
<p data-start="2384" data-end="2484">            <strong>Ein paar einfache Symbole. </strong><strong>Ein paar saubere Linien. Ein paar Tricks für Schrift, Figuren und  Farben. </strong></p>
<p data-start="2384" data-end="2484">Mehr braucht es oft gar nicht. Der eigentliche Mut besteht nicht darin, perfekt zu zeichnen. Sondern darin, den Stift überhaupt in die Hand zu nehmen. Denn in dem Moment, in dem Menschen beginnen, ihre Gedanken sichtbar zu machen, verändert sich etwas. Sie präsentieren nicht mehr nur Ergebnisse. Sie laden andere ein, mitzudenken.</p>
<p data-start="2824" data-end="2914">Und genau deshalb heißt mein Onlinekurs seit vielen Jahren <strong data-start="2883" data-end="2913">„Flipchartheld in 7 Tagen“</strong>.</p>
<p data-start="2916" data-end="2973">Nicht weil aus jedem Teilnehmer ein Künstler werden soll.</p>
<p data-start="2975" data-end="3102">Sondern weil ich Menschen zeigen möchte, wie schnell sie genügend Sicherheit gewinnen können, um ihre Ideen sichtbar zu machen.</p>
<p data-start="3104" data-end="3159">Denn ein Flipchartheld zeichnet keine perfekten Bilder.</p>
<p data-start="3161" data-end="3203"><strong data-start="3161" data-end="3203">Er ist nicht der beste Zeichner &#8211; aber er hat den Mut, vor den Augen anderer zu denken.</strong></p>
<p data-start="3161" data-end="3203">Falls du genau dieses Selbstvertrauen entwickeln möchtest, findest du meinen Onlinekurs „Flipchartheld in 7 Tagen“ hier: https://humorinstitut.smile2.de/flipchartheld-in-einer-woche</p>The post <a href="https://artofstorytelling.de/flipchart-statt-powerpoint/">Warum ich bis heute lieber zum Flipchart greife als zu PowerPoint</a> first appeared on <a href="https://artofstorytelling.de">The Art Of Storytelling</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Trauer verlangt manchmal nach einem Anfänger</title>
		<link>https://artofstorytelling.de/neues-lernen-gegen-trauer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martin Cambeis]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Feb 2025 08:24:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Storytelling]]></category>
		<category><![CDATA[Amélie]]></category>
		<category><![CDATA[Klavier]]></category>
		<category><![CDATA[Klavierspielen]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Montmartre]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Neubeginn]]></category>
		<category><![CDATA[Paris]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor drei Jahren starb meine Mutter. Sie lebte fast fünfzig Jahre am Fuße des Montmartre in Paris. Wenn ich sie besuchte, gingen wir fast immer denselben Weg. Hinauf zur Sacré-Cœur. Von dort blickten wir über die Dächer der Stadt. Danach ging es weiter zur Place du Tertre, zwischen die Maler. Und irgendwann saßen wir mit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2139 size-full" src="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/02/Amelie.jpg" alt="" width="1800" height="1800" srcset="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/02/Amelie.jpg 1800w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/02/Amelie-300x300.jpg 300w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/02/Amelie-1030x1030.jpg 1030w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/02/Amelie-80x80.jpg 80w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/02/Amelie-768x768.jpg 768w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/02/Amelie-1536x1536.jpg 1536w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/02/Amelie-36x36.jpg 36w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/02/Amelie-180x180.jpg 180w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/02/Amelie-1500x1500.jpg 1500w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/02/Amelie-705x705.jpg 705w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/02/Amelie-120x120.jpg 120w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/02/Amelie-450x450.jpg 450w" sizes="(max-width: 1800px) 100vw, 1800px" /></p>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" data-start="291" data-end="326"><em>Vor drei Jahren starb meine Mutter. Sie lebte fast fünfzig Jahre am Fuße des Montmartre in Paris.</em></p>
<p data-start="390" data-end="664">Wenn ich sie besuchte, gingen wir fast immer denselben Weg. Hinauf zur Sacré-Cœur. Von dort blickten wir über die Dächer der Stadt. Danach ging es weiter zur Place du Tertre, zwischen die Maler. Und irgendwann saßen wir mit einem Kaffee oder einem Pastis auf der Place des Abbesses.</p>
<p data-start="666" data-end="734">Spätestens dort sprach jemand von uns über <em data-start="701" data-end="733">Die fabelhafte Welt der Amélie</em>. Und natürlich hörten wir dann sofort den Soundtrack.</p>
<p data-start="785" data-end="885">Für mich reicht bis heute der erste Akkord von <em>Comptine d&#8217;un autre été</em>, und Paris ist wieder da. Er ist meine <em>Proust&#8217;sche </em><em>Madeleine</em>.</p>
<p data-start="887" data-end="905">Nicht die Gebäude.</p>
<p data-start="887" data-end="905">Das Gefühl.</p>
<p data-start="925" data-end="999">Nach ihrem Tod dachte ich zuerst, ich müsste einfach wieder mehr zeichnen. Mehr malen. Mehr gestalten. Schließlich hatte mich die Kunst mein ganzes Leben begleitet. Aber sie half mir nicht. Ich setzte mich an den Zeichentisch, aber nichts passierte. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass mich das, was ich gut konnte, nicht mehr erreichte. Meine Stifte hatten mir nichts zu sagen.</p>
<p data-start="1222" data-end="1306">Vor einigen Monaten holte ich das alte Yamaha-Keyboard meines Vaters aus dem Keller. Ich konnte kaum Klavier spielen. Gerade einmal die Tonleitern. Aber genau das war vielleicht der Punkt. Ich musste nicht gut sein. Ich durfte wieder Anfänger sein. Seitdem übe ich fast jeden Tag. Langsam. Ton für Ton. Fehler für Fehler.</p>
<p data-start="1558" data-end="1599">Und dann passiert etwas Merkwürdiges.</p>
<p data-start="1601" data-end="1667">Beim Üben bekomme ich das Gefühl, dass nicht nur meine Finger lernen. Sondern auch mein Kopf. Als würden irgendwo neue Verbindungen entstehen. Nicht nur zwischen den Tasten. Sondern zwischen Erinnerungen und Zukunft.</p>
<p data-start="1825" data-end="1880">Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich: In schweren Zeiten helfen uns seltener die Fähigkeiten, die wir längst beherrschen. Sondern die, die wir gerade erst entdecken.</p>
<p data-start="2018" data-end="2082">Etwas Neues zu lernen bedeutet, den Blick nach vorne zu richten. Nicht die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Sondern ihr einen Platz zu geben, ohne in ihr stehen zu bleiben.</p>
<p data-start="2084" data-end="2120">Nicht, weil das Alte unwichtig wäre. Sondern weil Leben immer auch Bewegung ist.</p>
<p data-start="2172" data-end="2229">Heute arbeite ich mich an <em>Comptine d&#8217;un autre été</em> ab. Mal klingt es schon nach Musik. Mal eher nach Mut. Beides ist in Ordnung. Denn ich glaube inzwischen:</p>
<p data-start="2347" data-end="2397"><strong data-start="2347" data-end="2397">            Trauer verschwindet nicht, wenn wir vergessen. Sie verändert sich, wenn wir ihr eine neue Sprache geben.</strong></p>
<h1 data-start="2466" data-end="2489">Was lerne ich daraus?</h1>
<p data-start="2491" data-end="2591">Vielleicht brauchen wir in schwierigen Zeiten nicht noch mehr von dem, was wir ohnehin schon können. Vielleicht brauchen wir nicht zuerst neue Antworten. Vielleicht brauchen wir den Mut, noch einmal Anfänger zu sein. Nicht perfekt. Nicht schnell. Einfach bereit, etwas Neues zu lernen.</p>
<p data-start="2729" data-end="2812">Denn oft beginnt Heilung genau dort, wo wir aufhören, funktionieren zu wollen. Und stattdessen wieder neugierig werden.</p>The post <a href="https://artofstorytelling.de/neues-lernen-gegen-trauer/">Trauer verlangt manchmal nach einem Anfänger</a> first appeared on <a href="https://artofstorytelling.de">The Art Of Storytelling</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kann man einen Roman in drei Sätzen erzählen?</title>
		<link>https://artofstorytelling.de/geschichte-in-drei-saetzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martin Cambeis]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2025 16:11:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Illustration]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Storytelling]]></category>
		<category><![CDATA[Buchcover]]></category>
		<category><![CDATA[Buchgestaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen stellen]]></category>
		<category><![CDATA[graphic recording]]></category>
		<category><![CDATA[Ideenentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Story]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://artofstorytelling.de/?p=2128</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit durfte ich zum ersten Mal das Cover für einen Roman illustrieren. Das war für mich Neuland. Bevor ich den Stift in die Hand nahm, sagte mir die Autorin: „Der Roman heißt Das Lastenfahrrad. Aber einfach ein Lastenfahrrad aufs Cover zu zeichnen, wäre doch viel zu banal, oder?“ Ich antwortete: „Worum geht es [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2129 size-full" src="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/01/Cover-Das-Lastenfahrrad-lre.jpg" alt="" width="667" height="1000" srcset="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/01/Cover-Das-Lastenfahrrad-lre.jpg 667w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/01/Cover-Das-Lastenfahrrad-lre-200x300.jpg 200w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/01/Cover-Das-Lastenfahrrad-lre-470x705.jpg 470w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2025/01/Cover-Das-Lastenfahrrad-lre-450x675.jpg 450w" sizes="(max-width: 667px) 100vw, 667px" /></p>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" data-start="265" data-end="332"><em>Vor einiger Zeit durfte ich zum ersten Mal das Cover für einen Roman illustrieren.</em></p>
<p data-start="334" data-end="417">Das war für mich Neuland. Bevor ich den Stift in die Hand nahm, sagte mir die Autorin:</p>
<blockquote data-start="464" data-end="594">
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" data-start="466" data-end="594"><strong data-start="466" data-end="594">„Der Roman heißt <em data-start="485" data-end="504">Das Lastenfahrrad</em>. Aber einfach ein Lastenfahrrad aufs Cover zu zeichnen, wäre doch viel zu banal, oder?“</strong></p>
</blockquote>
<p data-start="596" data-end="611">Ich antwortete:</p>
<blockquote data-start="613" data-end="640">
<p data-start="615" data-end="640"><strong data-start="615" data-end="640">„Worum geht es denn?“</strong></p>
</blockquote>
<p data-start="642" data-end="665">Sie begann zu erzählen. Von ihren Figuren. Von Beziehungen. Von Wendungen. Von all den kleinen Geschichten, die ihren Roman lebendig machten.</p>
<p data-start="789" data-end="829">Nach einigen Minuten unterbrach ich sie.</p>
<blockquote data-start="831" data-end="860">
<p data-start="833" data-end="860"><strong data-start="833" data-end="860">„Nein. In drei Sätzen.“</strong></p>
</blockquote>
<p data-start="862" data-end="873">Sie lachte.</p>
<blockquote data-start="875" data-end="979">
<p data-start="877" data-end="979"><strong data-start="877" data-end="979">„Wie soll ich einen Roman in drei Sätzen erklären, für den ich dreihundert Seiten gebraucht habe?“</strong></p>
</blockquote>
<p data-start="981" data-end="1007">Genau das ist das Problem. Nicht nur bei Romanen. Sondern bei jeder guten Geschichte.</p>
<p data-start="1075" data-end="1146">Als Illustrator suche ich nämlich nicht zuerst nach einem schönen Bild. Ich suche nach dem Kern. Nicht, weil alles andere unwichtig wäre. Sondern weil ein Cover nicht den ganzen Roman erzählen kann.</p>
<p data-start="1278" data-end="1303">Es muss neugierig machen. Eine Richtung andeuten. Und den ersten Gedanken auslösen.</p>
<p data-start="1377" data-end="1457">Und genau deshalb stelle ich manchmal Fragen, die zunächst unmöglich erscheinen. Nicht um Antworten zu bekommen. Sondern damit wir gemeinsam herausfinden,</p>
<p data-start="1535" data-end="1576"><strong data-start="1535" data-end="1576">            was der Autorin wirklich wichtig ist.</strong></p>
<p data-start="1578" data-end="1666">Erst dann kann man beurteilen, ob die naheliegendste Idee vielleicht doch die beste ist. Oder ob man weiterdenken muss.</p>
<p data-start="1705" data-end="1739">Seitdem ist mir etwas aufgefallen. Ich stelle dieselbe Frage längst nicht mehr nur Autorinnen und Autoren. Sondern Workshopteilnehmern. Lehrkräften. Unternehmen. Theatergruppen. Eigentlich allen, die etwas erklären möchten.</p>
<blockquote data-start="1936" data-end="1967">
<p data-start="1938" data-end="1967"><strong data-start="1938" data-end="1967">„Worum geht es wirklich?“</strong></p>
</blockquote>
<p data-start="1969" data-end="1993">Nicht in fünfzig Folien. Nicht in einer Stunde. Nicht in dreihundert Seiten. Sondern in wenigen Worten. Denn erstaunlicherweise passiert dann fast immer etwas. Menschen hören auf, ihre Geschichte zu erzählen und beginnen plötzlich, über ihr Thema zu sprechen.</p>
<h2 data-start="2242" data-end="2266">Was lerne ich daraus?</h2>
<p data-start="2268" data-end="2354">Ich glaube inzwischen, dass Kreativität oft gar nicht mit einer guten Antwort beginnt. Sondern mit einer guten Frage. Gute Fragen machen Gedanken sichtbar. Sie zeigen, dass die einfachste Lösung gar nicht banal ist, sondern unvermeidlich.</p>The post <a href="https://artofstorytelling.de/geschichte-in-drei-saetzen/">Kann man einen Roman in drei Sätzen erzählen?</a> first appeared on <a href="https://artofstorytelling.de">The Art Of Storytelling</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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