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	<title>Künstler | The Art Of Storytelling</title>
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	<description>Martin Cambeis</description>
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		<title>Dieses Plakat stammt von mir. Gezeichnet habe ich es trotzdem nicht!</title>
		<link>https://artofstorytelling.de/kreativitaet-mit-ki/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martin Cambeis]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Mar 2026 16:22:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Storytelling]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als dieses Plakat fertig war, hätte ich mich eigentlich freuen müssen. Es sah genau so aus, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Stimmung stimmte. Die Farben. Die Typografie. Genau der Eindruck, den ich für unseren improvisierten Krimi erzeugen wollte. Nur eines stimmte nicht. Ich hatte es nicht gezeichnet. Normalerweise beginne ich bei einem Plakat [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2284 size-full" src="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/MiRfinal5-scaled.jpg" alt="" width="1810" height="2560" srcset="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/MiRfinal5-scaled.jpg 1810w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/MiRfinal5-212x300.jpg 212w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/MiRfinal5-728x1030.jpg 728w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/MiRfinal5-768x1086.jpg 768w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/MiRfinal5-1086x1536.jpg 1086w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/MiRfinal5-1448x2048.jpg 1448w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/MiRfinal5-1061x1500.jpg 1061w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/MiRfinal5-499x705.jpg 499w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/03/MiRfinal5-450x636.jpg 450w" sizes="(max-width: 1810px) 100vw, 1810px" /></p>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" data-start="370" data-end="440">Als dieses Plakat fertig war, hätte ich mich eigentlich freuen müssen.</p>
<p data-start="442" data-end="624">Es sah genau so aus, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Stimmung stimmte. Die Farben. Die Typografie. Genau der Eindruck, den ich für unseren improvisierten Krimi erzeugen wollte.</p>
<p data-start="626" data-end="650">Nur eines stimmte nicht.</p>
<p data-start="652" data-end="686"><strong data-start="652" data-end="686">Ich hatte es nicht gezeichnet.</strong></p>
<p data-start="688" data-end="953">Normalerweise beginne ich bei einem Plakat mit ersten Skizzen. Ich verwerfe Ideen, beginne noch einmal von vorne und ringe mich langsam an eine Lösung heran. Diesmal lief es anders. Ich hatte eine ziemlich klare Vorstellung im Kopf. Also beschrieb ich sie einer KI.</p>
<p data-start="955" data-end="1002">Ein paar Sekunden später war das Plakat fertig.</p>
<p data-start="1004" data-end="1212">Natürlich hätte ich es auch selbst zeichnen können. Nur nicht so schnell aber in demselben Stil und ähnlich perfekt. Aber ich habe mich dagegen entschieden. Und genau das beschäftigt mich bis heute.</p>
<p data-start="1214" data-end="1275">Es fühlte sich gleichzeitig effizient und merkwürdig leer an.</p>
<p data-start="1277" data-end="1446">Nicht, weil das Ergebnis schlecht gewesen wäre. Im Gegenteil. Sondern weil ich plötzlich merkte, dass ich einen Teil meiner bisherigen Arbeit einfach übersprungen hatte.</p>
<p data-start="1448" data-end="1480">Ich hatte nicht mehr gezeichnet.</p>
<p data-start="1482" data-end="1504">Ich hatte entschieden.</p>
<p data-start="1506" data-end="1543">Das führte zu einer unbequemen Frage:</p>
<p data-start="1545" data-end="1615"><strong data-start="1545" data-end="1615">            &#8222;War das Zeichnen überhaupt jemals meine eigentliche Kernkompetenz?&#8220;</strong></p>
<p data-start="1617" data-end="1848">Jahrelang habe ich mich als Künstler verstanden, der mit seinem handwerklichen Können etwas erschafft. Nun saß ich vor einem Bild, das genau meinen Vorstellungen entsprach, obwohl ich keinen einzigen Strich selbst gezeichnet hatte.</p>
<p data-start="1850" data-end="2068">Vielleicht verändert KI deshalb gerade so viele kreative Berufe. Nicht mehr derjenige, der jede Linie selbst ausführt, entscheidet darüber, wie das Bild aussieht. Entscheidend wird derjenige, der weiß, <strong data-start="2031" data-end="2038">was</strong> entstehen soll und <strong data-start="2058" data-end="2067">warum</strong>.</p>
<p data-start="2070" data-end="2218">Schlechte Ideen bleiben schlecht, egal ob sie mit Bleistift oder Prompt umgesetzt werden. Gute Ideen finden heute nur sehr viel schneller eine Form.</p>
<p data-start="2220" data-end="2267">Das ist zugleich faszinierend und beunruhigend.</p>
<p data-start="2269" data-end="2377">Denn wenn Maschinen immer besser darin werden, Bilder zu erzeugen, stellt sich zwangsläufig eine neue Frage:</p>
<p data-start="2379" data-end="2443"><strong data-start="2379" data-end="2443">            &#8222;Worin besteht dann eigentlich noch meine kreative Leistung?&#8220;</strong></p>
<p data-start="2445" data-end="2516">Ich glaube inzwischen, dass ich damals die falsche Frage gestellt habe.</p>
<p data-start="2518" data-end="2557">Nicht:</p>
<p data-start="2518" data-end="2557"><strong>            „Wer hat das Bild gezeichnet?“</strong></p>
<p data-start="2559" data-end="2567">Sondern:</p>
<p data-start="2569" data-end="2648"><strong>            „Wer hat die Idee entwickelt, die dieses Bild überhaupt möglich gemacht hat?“</strong></p>
<p data-start="2650" data-end="2696">Genau dort beginnt für mich heute Kreativität. Nicht beim Ausführen. Sondern beim Beobachten. Beim Fragen. Beim Denken. Beim Entwickeln einer Vorstellung, die es wert ist, sichtbar gemacht zu werden.</p>
<h2 data-start="2858" data-end="2882">Was lerne ich daraus?</h2>
<p data-start="2884" data-end="2957">Dieses Plakat hat mich gezwungen, meinen eigenen Beruf neu zu betrachten. Früher dachte ich, mein größter Wert läge im Zeichnen. Heute glaube ich, dass Zeichnen ein Werkzeug ist. Ein wichtiges Werkzeug, aber eben nur eines von vielen. Entscheidend ist die Fähigkeit, gemeinsam mit anderen Gedanken zu entwickeln, Zusammenhänge sichtbar zu machen und Bilder im Kopf entstehen zu lassen.</p>
<p data-start="3274" data-end="3355">Vielleicht wird genau das in einer Welt voller KI zur eigentlichen Kernkompetenz.</p>
<p data-start="3357" data-end="3382">Nicht besser zu zeichnen.</p>
<p data-start="3384" data-end="3409">Sondern besser zu denken.</p>The post <a href="https://artofstorytelling.de/kreativitaet-mit-ki/">Dieses Plakat stammt von mir. Gezeichnet habe ich es trotzdem nicht!</a> first appeared on <a href="https://artofstorytelling.de">The Art Of Storytelling</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Das Beste an meinem neuen Job als Kunsterzieher: Es geht gar nicht um mich!</title>
		<link>https://artofstorytelling.de/kunstunterricht-veraendert-kreativitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martin Cambeis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2026 11:06:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit ich Kunst unterrichte, beschäftigt mich eine überraschende Erkenntnis. Zum ersten Mal seit vielen Jahren geht es bei meiner Arbeit nicht mehr um mich. Und das empfinde ich als unglaublich befreiend. Als Kunststudent war das anders. Damals drehte sich fast alles um die eigene Position. Um den eigenen Stil. Die eigene Handschrift. Um die Frage, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="break-words tvm-parent-container"><span dir="ltr"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-2192 size-full" src="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/01_Baldestand.jpg" alt="" width="1232" height="1839" srcset="https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/01_Baldestand.jpg 1232w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/01_Baldestand-201x300.jpg 201w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/01_Baldestand-690x1030.jpg 690w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/01_Baldestand-768x1146.jpg 768w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/01_Baldestand-1029x1536.jpg 1029w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/01_Baldestand-1005x1500.jpg 1005w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/01_Baldestand-472x705.jpg 472w, https://artofstorytelling.de/wp-content/uploads/2026/01/01_Baldestand-450x672.jpg 450w" sizes="(max-width: 1232px) 100vw, 1232px" /></span></span></p>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" data-start="422" data-end="497">Seit ich Kunst unterrichte, beschäftigt mich eine überraschende Erkenntnis. Zum ersten Mal seit vielen Jahren geht es bei meiner Arbeit nicht mehr um mich. Und das empfinde ich als unglaublich befreiend.</p>
<p data-start="629" data-end="804">Als Kunststudent war das anders. Damals drehte sich fast alles um die eigene Position. Um den eigenen Stil. Die eigene Handschrift. Um die Frage, wie man unverwechselbar wird.</p>
<p data-start="806" data-end="929">Ich fuhr nachts Taxi und malte tagsüber Taxibilder. Daraus entstand mein Markenzeichen. Trotzdem hörten die Fragen nie auf.</p>
<p data-start="931" data-end="984"><strong>            &#8222;Was unterscheidet meine Arbeiten von denen anderer?&#8220;</strong></p>
<p data-start="986" data-end="1025"><strong>            &#8222;Wie entwickle ich meinen Stil weiter?&#8220;</strong></p>
<p data-start="1027" data-end="1077"><strong>            &#8222;Wie finde ich Galeristen, ohne mich anzubiedern?&#8220;</strong></p>
<p data-start="1079" data-end="1102"><strong>            &#8222;Reicht das überhaupt?&#8220;</strong></p>
<p data-start="1079" data-end="1102"><strong>            &#8222;Bin ich gut genug?&#8220;</strong></p>
<p data-start="1104" data-end="1174">Im Kunstunterricht verschiebt sich dieser Blick plötzlich vollständig. Nicht mehr:</p>
<p data-start="1189" data-end="1206"><strong data-start="1189" data-end="1206">            &#8222;Was kann ich?&#8220;</strong></p>
<p data-start="1208" data-end="1216">Sondern:</p>
<p data-start="1218" data-end="1303"><strong data-start="1218" data-end="1303">            &#8222;Wie kann ich einem jungen Menschen helfen, seine eigene Kreativität zu entdecken?&#8220;</strong></p>
<p data-start="1305" data-end="1390">Plötzlich geht es um ihre Neugier. Ihre Fragen. Ihre Unsicherheit. Ihre ersten Ideen. Nicht darum, ob ich originell genug bin. Sondern darum, ob ich einen Raum schaffen kann, in dem andere den Mut finden, etwas Eigenes auszuprobieren. Dieser Perspektivwechsel hat mich mehr entlastet, als ich erwartet hätte.</p>
<p data-start="1618" data-end="1733">Vielleicht, weil ich dabei gemerkt habe, dass mich genau das noch mehr interessiert als das eigene Werk. Als Graphic Recorder, Illustrator oder Moderator stelle ich meine Kreativität ebenfalls in den Dienst anderer. Ich helfe Menschen, Gedanken zu ordnen, Zusammenhänge sichtbar zu machen und Ideen weiterzuentwickeln.</p>
<p data-start="1950" data-end="2000">Nur eines fühlt sich völlig anders an.</p>
<p data-start="2002" data-end="2112">Im Markt muss ich diese Arbeit jeden Tag neu erklären. Mich positionieren. Sichtbar werden. Kunden überzeugen. Im Unterricht fällt das alles weg.</p>
<p data-start="2150" data-end="2175">Dort zählt nur die Frage:</p>
<p data-start="2177" data-end="2263"><strong data-start="2177" data-end="2263">            &#8222;Was brauchen die Schülerinnen und Schüler, damit sie heute etwas entdecken können?&#8220;</strong></p>
<p data-start="2265" data-end="2347">Vielleicht empfinde ich genau deshalb den Unterricht oft als erstaunlich erholsam. Nicht, weil er einfacher wäre. Sondern weil mein eigenes Ego für ein paar Stunden keine Hauptrolle mehr spielt. Je länger ich unterrichte, desto mehr frage ich mich, ob wir Kreativität manchmal falsch verstehen.</p>
<p data-start="2564" data-end="2640">Vielleicht besteht sie gar nicht zuerst darin, etwas Besonderes zu schaffen.</p>
<p data-start="2642" data-end="2729">Vielleicht beginnt sie dort, wo wir anderen helfen, ihre eigenen Ideen ernst zu nehmen.</p>
<p data-start="2731" data-end="2772">Mich lässt dieser Gedanke nicht mehr los. Wie viel Energie würden wir gewinnen, wenn wir weniger Zeit darauf verwenden müssten, uns ständig selbst zu behaupten? Und mehr Zeit hätten, gemeinsam etwas entstehen zu lassen?</p>
<h1 data-start="2959" data-end="2982">Was lerne ich daraus?</h1>
<p data-start="2984" data-end="3063">Früher dachte ich, gute Kunst müsse vor allem etwas über den Künstler erzählen. Heute glaube ich, dass Kreativität ihre größte Kraft oft dort entfaltet, wo sie anderen hilft, ihre eigenen Gedanken zu entwickeln. Vielleicht ist genau das die wichtigste Aufgabe eines Kunsterziehers. Nicht Menschen zu zeigen, <strong data-start="3295" data-end="3302">wie</strong> sie zeichnen sollen.</p>
<p data-start="2984" data-end="3063">Sondern ihnen das Vertrauen zu geben, <strong data-start="3363" data-end="3424">dass ihre eigenen Ideen es wert sind, sichtbar zu werden.</strong></p>The post <a href="https://artofstorytelling.de/kunstunterricht-veraendert-kreativitaet/">Das Beste an meinem neuen Job als Kunsterzieher: Es geht gar nicht um mich!</a> first appeared on <a href="https://artofstorytelling.de">The Art Of Storytelling</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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